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Vorderradumbau auf  3,5 x 17"
bei den
nicht mit ABS ausgerüsteten FJ´s

 

  Vorderradumbau - wie geht das?

 

Gute Frage  - ich versuche hier mal Antworten und diverse Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Man muß unterscheiden zwischen den Modellen mit vorne

 

1.    -    16",

d.h.

47 E  - FJ 1100  ´84-´85 bzw.     &     1 XJ - FJ 1200  ´86-´87

 

und

 

2.    -    17",

d.h.

3 CW - FJ 1200  ´88-´90     &     3 YA (o. ABS) - FJ 1200  ab ´91

 

 

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1.   Bei den Modellen 47E und 1XJ

 

gibt es zwei grundsätzliche Wege, die zum 17-Zöller vorne führen.

 

Der Erste
ist der Einbau der kompletten Gabel der 3CW samt allem Geraffel, das dazu gehört, also 4-Kolben-Bremssättel, Bremsscheiben, Tauchrohre und Standrohre und der originalen 3,0 x 17" Felge.
Funtzt definitiv saugend das Ganze, ist aber relativ aufwendig und auch ziemlich teuer, will man nicht den letzten Schrott verbauen.

 

Der Zweite
und mit wesentlich weniger Kosten Verbundene ist der Einbau der F 77 Felge der XJR 1300 RP02 mit den Abmessungen 3,5 x 17".

 

Bei Wahl dieses Weges verbleibt die gesamte Gabel in ihrem Urzustand und nur die Felge ändert sich mit folgenden Randbedingungen:

 

Das Lager der F 77 - Felge hat die Abmessung 22 x 44 x 12 mm (Di x Da x S) und es gibt wirklich nirgends ein Lager mit der Abmessung 15 x 44 x 12 mm!!!

 

Deshalb sind hier Passhülsen notwendig, die den Innendurchmesser der Lager auf die 15 mm unserer Steckachsen reduzieren.

Darüber hinaus müssen die Bremssättel mittels 2-3 mm starker Unterlegscheiben zwischen Sattel und Tauchrohr um eben diesen Abstand nach innen versetzt, auf die Position der Bremsscheiben vermittelt, werden, da die Felgennabe ca. 6 mm schmaler ist, als die der 16" Originalfelge der FJ.

Die originalen, innen belüfteten, Bremsscheiben passen wiederum definitiv saugend an diese F 77 - Felge.

Beim Umbau der Bremsscheiben muß man lediglich auf die korrekte Drehrichtung achten, also rechte Scheibe wieder rechts montieren, linke Scheibe......

Auch der Tachoantrieb und die Distanzbuchse rechts können wieder verwendet werden - die Distanzbuchse dabei einfach umdrehen, so daß der dickere Teil im Simmerring der Felge zu sitzen kommt und der dünnere zum Tauchrohr hin weist.

 

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2.   Bei den Modellen 3 CW und 3 YA

 

braucht es nur ganz wenig, um den Vorderbau von

3,0 x 17 auf  3,5 x 17 zu bringen.

 

und zwar wie folgt:

 

Man besorge sich eine 3,5 x 17" Felge der

FZR 1000 Typ 2LA oder 3 LE bzw. der XJR mit der Aufschrift F 42 !

 

Dabei ist allerdings folgendes zu beachten:

Die Lagerabmessungen bei der 2LA sind 100% passend zur Steckachse unserer FJ und der gesamte Umbau ist einem Radwechsel gleich.

Man muß bloß die Bremsscheiben umschrauben und das Rad wieder einbauen.

Fäddisch (ach ja - der "Socken" sollten schon drauf sein )

Die Lagerabmessungen bei der 3 LE und der XJR-Felge haben 17mm innen, dies bedeutet, daß man Passhülsen benötigt, die das Lager - Innenmaß auf die 15 mm unserer Steckachse reduzieren. Denn auch hier gilt leider - es gibt kein passendes Lager mit 40 mm außen und 15mm innen.

Fäddisch (und - "Socken" nicht vergessen )

Bei allen drei Felgen können der Tachoantrieb und die Distanzbuchse rechts weiter verwendet werden - die Distanzbuchse dabei einfach umdrehen, so daß der dickere Teil im Simmerring der Felge zu sitzen kommt und der dünnere zum Tauchrohr hin weist.

 

Ja und nochmals ja - alle drei, also FZR 1000 2LA und 3LE und die XJR 1200 haben die gleiche Felge verbaut, nur was die 2LA angeht mit anderen Lagern.

Lasst Euch also nicht verunsichern - allein die Aufprägung auf der Felge namens F42 ist wichtig! Dann funtzt alles Vorbeschriebene.


Und nun noch einen kleinen Exkurs, warum der Umbau auf 3,5 anstatt 3,0 Felgenbreite bei 3 CW und 3 YA meines Erachtens Sinn macht.

Nach Aussage diverser von mir befragter Reifenhändler und eines TÜV- Ingenieurs ist der 120 / 70 17 er Vorderreifen eigentlich für die 3,5" breite Felge konstruiert worden, nicht aber für die 3,0" breite Felge.

Nun fragt sich bestimmt der eine oder andere Leser dieser Seite, ob das denn soooooo sehr feststellbar ist und ich muß sagen, dass alleine bei der einfachen in Augenscheinnahme der Unterschied klar auffällt, wenn man nämlich die beiden Felgen mit aufgezogenen Reifen nebeneinander stellt.

Die Reifenflanken bei der 3,5er Felge sind bei weitem nicht so stark eingezogen, wie bei der 3,0er Felge .

Subjektiv mehr Grip auf der Vorderhand und ich habe einen wesentlich geringeren Angststreifen am Reifen als vorher und meine Fahrerlebnisse der letzten 3.000 km scheinen dies zu bestätigen.

Ist ja auch logisch, da das Profil der Lauffläche jetzt ja etwas flacher ist und ich, bei Kurvenfahrt, somit weiter Richtung Kante komme.

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Solltet Ihr noch andere Wege beschritten haben oder sollten Euch Verbesserungsvorschläge einfallen - immer herbei damit. Ich packe diese dann mit auf diese Seite (HP), so daß alle etwas davon haben können.

 

Und noch etwas wichtiges.

Denkt bitte daran - alle Umbauten unternehmt Ihr auf Euer eigenes Risiko und die lieben Dampfkesselprüfer (denn nichts anderes waren sie ursprünglich so gegen Anfang des 20. Jahrhunderts - da wundert sich der Fachmann, wie manche "Behörde" doch mutieren kann) müssen abschließend auch noch ihren Segen geben.

 

Gruß Frank

 

Und hier noch ein Artikel,

der die Zusammenhänge zwischen
       - wachsenden Reifenbreiten
       - Kurvengeschwindigkeit und
       - notwendiger Neigung / Schräglage
 

bestens erklärt.

 

 

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