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Werkzeug

 

Lenkkopflager Haya´s aller Bj.

Einpresswerkzeug

 

Hi Leutz,

 

banal und rel. preiswert, aber wirklich wirkungsvoll, mein Selbst-Gebautes .

 

Wer mal versucht hat , die Lagerschalen der Lenkkopflager so "einfach" mal einzusetzen,

hat mit aller größter Wahrscheinlichkeit sein "Waterloo" dabei erlebt.

Man bekommt sie einfach nicht gerade rein und man scheitert grandios.

Nun könnte man sich für ein vielfaches des normalen Preises (bei Louis so um die 35-40 € das Set) die doch reichlich teuren Lager von Emil Schwarz für um die 180,-€ bestellen und einkleben (einbauen).

Wie das dann geht, kann man hier auf dieser Seite in aller epischen Breite bei einer FJ 1200 ansehen und durchlesen.

 

Da ich aber des Öfteren mal Lenkkopflager tauschen muß, habe ich mir ein solches Einpresswerkzeug gebaut bzw. mir die „Rundlinge“ fertigen lassen.

 

Zuerst die Prinzipzeichnung - die echten Maße weiter unten.

Die Gewindestange und die Muttern habe ich extra aus 8.8er Quali gewählt, da man sonst Gefahr läuft, auf Dauer deren Gewinde beim Einpressen zu vermurksen.

 

 

"Rundling" 1 - unten (32006) :

Maße

D1 = 54,70 mm

D2 = 44,30 mm

H1 = 13,00 mm

Ist identisch mit ;-)

"Rundling" 2 - oben (32006) :

Maße

D4 = 54,70 mm

D3 = 44,30 mm

H1 = 13,00 mm

 

 

 

Thema Einbau der Lagerschalen und wie ich das mache:

Die Lagerschalen wandern reichlich 4-5 h vor Beginn der Arbeiten in den Tiefkühler.

Hier ziehen sie sich bei ca. - 18°C um nen hundertstel oder zwei zusammen, was das Ansetzen im Lagersitz und das folgende Einpressen etwas erleichtert.

Dabei jede Lagerschale erst dann aus dem Frost nehmen, wenn man wirklich soweit ist, sie sofort zu verbauen. Sonst erwärmen sie sich wieder und der Vorteil ist wech.

Den Lagersitz vorher noch dünn mit Fett einzustreichen, hilft auch sehr.

Dann die Lagerschale ansetzen und mit einem KLEINEN Hammer (250 Gramm) leicht einschlagen und dabei darauf achten dass sie schön gerade in den Sitz rein geht.

Jetzt Werkzeug ansetzen und die Mutter solange fest drehen,
bis man ganz klar merkt, (ist wirklich sehr eindeutig)
dass die Schale am Grunde des Sitzes angekommen ist.

Dann Werkzeug raus und die andere Schale auf dem gleichen Wege einbauen.

 

Übrigens

Hat man Kegelrollenlager verbaut , wird die untere Nutmutter an der oberen Gabelbrücke nur noch mit maximal 3,0 - 4,0 Nm
(drei  bis  vier komma null) angezogen und erst die 2. Nutmutter bringt dann die "Festigkeit" der Schraubverbindung gegen Los-Rütteln.

Dabei bitte die untere Nutmutter gegen halten.

Dann die Leichtgängigkeit des Ganzen beim Drehen der unteren Gabelbrücke testen und evtl. nen Müh fester oder lockerer einstellen.

Hierzu gehört allerdings ein gutes Stück Erfahrung, denn der Unterschied zwischen zu fest und zu locker ist nur gering.
(Achtung - Lenkungsdämpfer, sofern vorhanden, immer erst zum Schluß montieren!)

 

Thema Wartung:

Natürlich sind Kegelrollen - Lenkkopflager dem Grunde nach wartungsfrei.

Jedoch das beim Einbau aufgetragene Fett unterliegt , wie jedes andere mineralische Schmiermittel auch , der Alterung,
will sagen
im Zusammenwirken mit dem Austausch des Gabelöls (spätestens so alle 3 Jahre) , hat man dann doch schon 70% der Vorarbeit erledigt.
Es müssen doch nur noch die Gabelbrücken komplett raus, dann alles reinigen, die Kegelrollen entfetten und mit neu aufgetragenem und "einmassiertem" Fett wieder einbauen.

 

 

Kleiner Hinweis :

Witzigerweise ist das untere Lenkkopflager der FJ (aller Bj.) 1:1 identisch mit

- Tadaa - dem unteren UND dem oberen Lenkkopflager der Hayabusa, jeweils Typ 32006 X/Q (55 x 30 x 17)

wodurch MEIN fertiges Werkzeug auch bei den FJ´s zur Anwendung kommen kann.

Für die FJ´s braucht´s aber einen 2. Rundling für das obere Lager, weil als  Typ 32005 kleiner.

 

Und hier nun, wie schon so oft, der Link zum

Download

des Ganzen
als pdf-Datei.

 

 

 

Und - habt Ihr so etwas noch nie gemacht

gilt ganz klar :

- FINGER WEG -
lasst einen ran , der damit Erfahrung hat !

 

 

PS: Das Lager vom Lenkschaftrohr herunter zu bekommen, ist ne saublöde Arbeit, hat man nur die üblichen Werkzeuge wie Schraubendreher, Meißel, Hammer zur Hand.

Doch dieses Ding hier

Abzieher u. Montagewerkzeug für Lenkkopflager

könnte die Lösung sein, muß man denn öfter mal ran - ist mit rund 180 € allerdings reichlich hochpreisig.

Ich habe es nicht - kann also nix dazu schreiben.